Über

Dies ist das Newsblog des Sprachwissenschaftlichen Instituts an der Ruhr-Universität Bochum.

Kategorien

Publikationen
Vortragsreihe
Sonstiges

Archive

Links

Ruhr-Universität Bochum
Sprachwissenschaftliches Institut

Suche

Zeugs

Powered by PivotX - 2.3.11 
XML-Feed (RSS 1.0) 
XML: Atom Feed 

« Vortrag von Alex Lind… | home | Psycholinguistisches … »

Vortrag von Anna Stielow am Donnerstag, 11.11.2010, 16-18 Uhr

Montag, 01. November 2010. Aus der Kategorie 'Vortragsreihe'. Das Sprachwissenschaftliche Institut lädt ein zu dem Vortrag von Anna Stielow (Bochum): Minimale Interferenz in der Benenntherapie – Eine Einzelfallstudie ---
Hintergrund: Ergebnisse von Dewar et al. (2009; 2010) zeigen, dass amnestische Patienten neue Informationen besser abrufen können, wenn nach dem Lernen eine Phase minimaler Interferenz, d.h. eine Ruhephase folgt. Die vorliegende Einzelfallstudie untersucht, inwieweit diese Ergebnisse auch für aphasische Patienten relevant sind und eine Ruhephase, unmittelbar nach einer Benenntherapiesitzung, Einfluss auf das Ergebnis haben kann.

Methode: Zum einen wurde eine Benenntherapie mit anschließender Ruhephase und zum anderen eine Benenntherapie mit Interferenzphase durchgeführt. Das Material bestand aus drei Sets mit je 35 Items, welche nach Wortfrequenz, Leistung in den Voruntersuchungen, Silbenanzahl, morphologischer Komplexität und semantischer Kategorie kontrolliert waren. Vor und nach der Therapie wurden Benennlatenzen erhoben. Pro Therapiesitzung wurden die Items eines Sets zweimal in randomisierter Reihenfolge präsentiert. Je nach Methode erfolgte nach dem ersten und zweiten Durchgang eine Ruhe- oder eine Interferenzphase.

Ergebnisse: Der Patient konnte nach der Therapie in beiden Methoden signifikant mehr Items korrekt benennen, als vor den Therapien. Die Benennleistungen für das Kontrollset verbesserten sich nicht. Die Anzahl der Hilfen und Fehler sowie die Reaktionszeiten ähnelten sich in beiden Methoden. Allerdings war die Ruhemethode nachhaltiger als die Interferenzmethode. Ein Vergleich zwischen den Methoden gibt Hinweise darauf, dass auch Aphasiker von einer Phase minimaler Interferenz unmittelbar nach der Therapie profitieren können.

Vorschau:
9.12.: Heike Zinsmeister (Konstanz) - tba
20.01.: Stefan Evert (Osnabrück) - Distributionelle Semantik
27.01.: Lars Kuchinke (Bochum) - tba
3.02.: Daniela Elsner (Bochum) - Der Erwerb von Konstruktionen im Nachfeld