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Vortrag von Hubert Haider am Donnerstag, 14.07.2011, 16-18 Uhr

Mittwoch, 06. Juli 2011. Aus der Kategorie 'Vortragsreihe'. Das Sprachwissenschaftliche Institut lädt ein zu dem Vortrag von Hubert Haider (Salzburg): Von OV zu VO und zurück - Infinitiv-Nominalisierungen als Testgelände --
Deverbale Nominalisierungen (in Form von nominalisierten Infinitiven) wurden bisher nicht angemessen gewürdigt. Hier besteht Nachholbedarf, denn sie bilden das ideale Gegenstück zu VPs im Deutschen, um syntaktische Korrelate der Kopfpositionierung in einer Phrase zu identifizieren. Die deutsche NP zeigt dieselben syntaktischen Restriktionen wir die englische VP (und ebenso die englische NP). Daraus folgt, dass ‚Wortstellungsfreiheit‘ (Scrambling) keine sprachspezifische, sondern eine phrasenspezifische Eigenschaft ist, die durch die Köpfigkeitsrichtung ausgelöst wird.
Die zweite Einsicht, zu der die Betrachtung der Infinitiv-Nominalisierung verhilft, betrifft ein Kennzeichen der deutschen Satzstruktur, den Verbalkomplex. Wiederum sind es Nominalisierungsdaten, die Evidenz dafür liefern, dass der Verbalkomplex nicht Ergebnis einer syntaktischen Derivation sein kann.
Last & by no means least wird ein kugelrunder Preis ausgelobt und verliehen, im Wettbewerb um die maximale Verbalkomplex-Nominalisierung: ‚Bochum sucht die Supernominalisierung‘!

Der Vortrag findet in Raum 3/159 statt.