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Vortrag von Cornelius Weiller am Dienstag, 25.06.2013, 16:00 Uhr

Samstag, 01. Juni 2013. Aus der Kategorie 'Vortragsreihe'. Das Sprachwissenschaftliche Institut lädt ein zu dem Vortrag von Cornelius Weiller (Freiburg): Die Bedeutung eines anatomischen 2 Wege Modells für Störungen der Sprache, Aufmerksamkeit und Motorik --
Die gängige Lehrbuchmeinung zeigt zwei Sprachzentren, das Broca- und das Wernicke- Zentrum, die mit einem einzelnen Trakt, dem Bogenbündel (fasciculus arcuatus) verbunden sind. Dabei ist seit über 140 Jahren ein anderer Trakt über die capsula extrema bekannt, der durch moderne bildgebende Verfahren wieder entdeckt wurde.

Diese zwei Wege mit unterschiedlichen mathematischen Eigenschaften erlauben eine flexible Interaktion zwischen Schläfenlappen und Frontallappen und vielfältige Kompensationsmöglichkeiten nach einer Schädigung. Während der obere, dorsale Weg für das Erlernen des Sprechens und das korrekte Sprechen notwendig ist, verbindet der untere, ventrale Weg Sprechen und Denken. Die Trennung in ein dorsales und ein ventrales System ist allerdings artifiziell, da meist beide gebraucht werden. Als gutes Beispiel dafür dient die Grammatik. Eine ähnliche Dichotomie ist vom visuellen System bekannt („where“ und „what“ pathway) und findet sich ebenfalls bei Motorik und Aufmerksamkeit (s.a. Umarova et al 2010). Es scheint also, dass diese Zweigliederung ein generelles Organisationsprinzip des Gehirns darstellt.

Der Vortrag findet in Raum 3/159 statt.