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Dies ist das Newsblog des Sprachwissenschaftlichen Instituts an der Ruhr-Universität Bochum.

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Vortrag am Donnerstag, 14.01.2010, 16 - 18 Uhr

Donnerstag, 07. Januar 2010. Aus der Kategorie 'Vortragsreihe'. Das Sprachwissenschaftliche Institut lädt ein zu dem Vortrag von Jörg D. Jescheniak (Leipzig): Was vor dem Öffnen und Schließen des Mundes geschieht – Kognitive Planungsprozesse beim Sprechen Es gibt vielerlei empirische Evidenz dafür, dass während der Sprechplanung konzeptuelle, semantisch-syntaktische und phonologische Verarbeitungsprozesse involviert sind. Doch wie sind diese Teilprozesse zeitlich koordiniert? Handelt es sich um diskrete, d.h. nicht überlappende Prozesse (z.B. Levelt, Meyer, & Roelofs, 1999; Hagoort & Levelt, 2009) oder eher um kaskadierende bzw. interaktive Prozesse (z. B. Dell, 1986; Dell et al., 1997; Goldrick et al., 2009)? Dieser Frage wurde vor allem in Bildbenennungsexperimenten nachgegangen, in denen geprüft wurde, ob neben dem Zielkonzept (einem zu benennenden Objekt) auch andere Konzepte phonologisch aktiviert werden. In meinem Vortrag werde ich eine Reihe von Studien aus unserer Arbeitsgruppe vorstellen, die belegen, dass eine solche phonologische Koaktivierung möglich, aber nicht die Regel ist. Da ein solches Muster weder mit strikt diskret-seriellen noch mit uneingeschränkt kaskadierenden bzw. interaktiven Verarbeitungsmodellen kompatibel ist, sollten diese extremen Modelltypen verworfen werden. Für ein vertieftes theoretisches Verständnis erscheint es vielmehr zielführender, Augenmerk auf diejenigen Faktoren zu legen, die den Informationsfluss im konzeptuell-lexikalen System während der Sprechplanung regulieren.