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Vortrag von Heike Zinsmeister am Dienstag, 07.02.2017 (16:00 Uhr - GB 3/159)

Freitag, 03. Februar 2017. Aus der Kategorie 'Vortragsreihe'.

Das Sprachwissenschaftliche Institut lädt herzlich ein zum Vortrag von

Heike Zinsmeister (Universität Hamburg)

Zur Funktion und Resolution von nicht-nominalen Anaphern.

Anaphern (sprachliche Wiederaufnahme von anderweitig im Text eingeführten Referenten) tragen maßgeblich dazu bei, dass ein Text als kohärente Einheit wahrgenommen wird. Wiederaufgreifende Elemente sind dabei typischerweise pronominale Formen oder definite Nominalphrasen. Eine besondere Form der Anapher liegt dann vor, wenn sich die Wiederaufnahme auf Ereignisse, Tatsachen oder Zustände bezieht, die im Text nicht durch Nominalphrasen, sondern durch Sätze oder andere nicht-nominale Strukturen etabliert wurden.

(1)   Hunde nehmen Farben anders wahr als Menschen. Hersteller von Hundespielzeug nehmen darauf / auf diese Tatsache jedoch keine Rücksicht.

Nicht-nominale Anaphern stellen besondere Herausforderungen an die (auto­matische) Interpretation, da die Kandidatenmenge der möglichen Bezugselemente unübersichtlich ist und anders als bei Anaphern mit nominalen Antezedenten hier nicht auf Kasus, Genus oder ähnliche Filter zurückgegriffen werden kann.

Der Vortrag richtet sich sowohl an Linguist*innen als auch an Computerlinguist*innen und nähert sich dem Phänomen nicht-nominaler Anaphern von drei Seiten: (i) Besonderheiten der Interpretation, (ii) textlinguistische Funktionen und (iii) ein Ausblick auf aktuelle Ansätze der automatischen Resolution.