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Berufsziel Klinische/r Linguist/in (BKL)

Viele Studierende der Linguistik interessieren sich für das Berufsfeld Klinische Linguistik bzw. Patholinguistik. Es gibt allerdings nur drei Universitäten in Deutschland, die den stark nachgefragten Studiengang Klinische Linguistik bzw. Patholinguistik anbieten. Eine Alternative zum Studium der Klinischen Linguistik ist das Studium der Linguistik, Psycholinguistik oder Phonetik in Verbindung mit einem klinisch-linguistischen Postgraduierten­praktikum ('LiP-Jahr'), das in der Regel an einer neurologischen Rehabilitationsklinik absolviert wird. Dieser Ausbildungsweg wird vom Bundesverband Klinische Linguistik e.V. (BKL) angeboten.

Der BKL entscheidet normalerweise im Einzelfall, ob ein/e Absolvent/in eines einschlägigen Studiengangs zu einem LiP-Jahr zugelassen wird. Das Sprachwissenschaftliche Institut hat nun mit dem BKL eine Vereinbarung getroffen, um die Zulassung zum LiP-Jahr für Absolvent/inn/en, die in Bochum einen B.A. in Linguistik (2-Fach) und einen M.A. in Linguistik (1-Fach) studiert haben, zu vereinfachen. Absolvent/inn/en aus Bochum werden auf Antrag ohne weitere Prüfung zum LiP-Jahr zugelassen, sofern ihre Studienverläufe gewisse Bedingungen erfüllen. Diese Bedingungen sind sind in der Rahmenvereinbarung zwischen dem Sprachwissenschaftlichen Institut und dem BKL festgehalten.
Absolvent/inn/en aus Bochum sind selbst für die Suche nach einer LiP-Stelle verantwortlich. Das Sprach­wissenschaftliche Institut kann die Verfügbarkeit von LiP-Plätzen nicht garantieren.

Absolvent/inn/en der Bochumer Linguistik sind nach dem erfolgreich absolvierten LiP-Jahr berechtigt, die Berufsbezeichnung Klinische/r Linguist/in (BKL) zu führen und können als Klinische/r Linguist/in in Kliniken und sprachtherapeutischen Praxen tätig werden. Dabei ist anzumerken, dass Sprachtherapeut/inn/en, die die Berufsbezeichnung „Klinische/r Linguist/in (BKL)“ führen, neurologisch bedingte, erworbene Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen bei Erwachsenen behandeln, aber keine Therapie von Sprachentwicklungsstörungen anbieten dürfen. Für die Behandlung entwicklungsbedingter Sprach- und Sprechstörungen ist eine andere bzw. zusätzliche Ausbildung nötig, die im Rahmen des Linguistik-Studiums in Bochum und des LiP-Jahres nicht geleistet werden kann.

Zulassung nur mit Bochumer Bachelor-Abschluss

Bitte beachten Sie, dass die Erlangung einer Zulassung zum LiP-Jahr ein vollständig in Bochum absolviertes BA- und MA-Studium der Linguistik voraussetzt (siehe dazu die Vereinbarung des Sprachwissenschaftlichen Instituts mit dem BKL). Studierenden, die nur den Master in Bochum absolvieren bzw. absolviert haben, kann das kommentierte Transcript of Records, das Voraussetzung für die Zulassung zum LiP-Jahr ist, nicht ausgestellt werden.

Was Sie tun müssen

Wenn Sie sich für ein LiP-Jahr interessieren, sollten Sie sich spätestens bei der Wahl Ihrer ersten Proseminare mit den Anforderungen der Rahmenvereinbarung auseinandersetzen. Gegen Ende des Bachelorstudiums sollten Sie sich darum kümmern, eine oder ggf. mehrere Kliniken zu finden, an denen Sie das dreimonatige Praktikum absolvieren können, das Sie den BKL-Vorgaben zufolge vor Antritt des LiP abgeschlossen haben müssen. Die vollständigen Vorgaben zur Ausgestaltung des Praktikums finden Sie auf den Seiten des BKL.

Die Vereinbarung beschreibt auch, wie Sie sich die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen bescheinigen lassen können. Das dazu nötige Formblatt erhalten Sie bei Anneli von Könemann

Rahmenvereinbarung zwischen dem Sprachwissenschaftlichen Institut und dem BKL