Ablauf der Studie

Teilnahmebedingungen

Für die Teilnahme an unserer Studie müssen die Kinder im Alter zwischen 4 ½ und 7 Jahren sein sowie Deutsch als Erstsprache erwerben.

Auswahl der Studienteilnehmer

Vor Beginn der Studie nehmen wir zu Kindergärten/Kitas Kontakt auf und informieren diese über unser Vorhaben. Bei Interesse an der Durchführung unserer Studie in Ihrem Kindergarten/Ihrer Kita müssen Leitung und/oder Mitarbeiter der Kindergärten/der Kitas zunächst entscheiden, welche Kinder die Teilnahmebedingungen für unsere Studie erfüllen und somit potentielle Teilnehmer sind. Im Folgenden richten wir in Ihrer Einrichtung einen Elterninformationsnachmittag/-abend aus, an dem die Mitarbeiter sowie die Eltern der potentiellen Studienteilnehmer detailliert über die Studie informiert werden. Die Eltern erhalten von uns zudem einen Informationszettel sowie eine Anmeldung und Einverständniserklärung.
Hinweis: Die Teilnahme an unserer Studie ist selbstverständlich freiwillig. Die Eltern entscheiden, ob ihr Kind an der Studie teilnimmt. Zu jeder Zeit können die Eltern ohne Angabe von Gründen die Teilnahme an der Studie beenden.

Die Eltern haben sich für die Teilnahme an unserer Studie entschieden – wie geht es weiter? Zunächst bitten wir Sie, die unterschriebenen Einverständniserklärungen/Anmeldungen der Eltern für uns entgegenzunehmen. Steht die Anzahl der Teilnehmer fest (es wird zuvor ein fixer Abgabetermin besprochen), legen wir mit Ihnen die genauen Tage und Zeiten der Studiendurchführung in Ihrem Kindergarten/Ihrer Kita fest. Die Sitzungen sollten vorwiegend im Vormittagsbereich durchgeführt werden. Für jedes Kind wird ein Plan erstellt, aus dem die Sitzungstage und Uhrzeiten entnommen werden können. Wir bitten Sie, diese Pläne an die betreffenden Eltern weiterzugeben. Auch Sie als ErzieherIn erhalten einen tabellarischen Überblick über die Sitzungszeiten Ihrer Kinder.

Raumangebot

Für die Studiendurchführung benötigen wir einen separaten Raum. Dieser sollte vorzugsweise etwas Ruhe bieten, damit die Kinder die nötige Konzentration aufbringen können.

Die einzelnen Sitzungen

Insgesamt nimmt ein Kind an 8 Sitzungen teil, die jeweils circa 30-45 Minuten dauern. Alle 8 Sitzungen eines Kindes werden innerhalb von 2,5 Wochen durchgeführt. Für einen reibungslosen Ablauf holen wir die die Kinder kurz vor Beginn ihrer Sitzung aus der Gruppe ab und bringen sie nach der Sitzung wieder in ihre Gruppe zurück.

Innerhalb der Einzelsitzungen werden die Kinder mittels verschiedener Übungen, Spielen und in Interaktion mit der Versuchsleiterin eine Fantasiesprache spielerisch erlernen: Die gesamte Studie wird durch eine Rahmengeschichte (Bilderbuch mit kurzen Texten) begleitet, aus der jeweils ein Kapitel vor jeder Aufgabe/vor jedem Spiel vorgelesen wird. Darsteller in der Geschichte sind bunte außerirdische Figuren, die in der zu lernenden Fantasiesprache (in den Sitzungen als Sprache der Außerirdischen bezeichnet) sprechen. Diesen Figuren werden die Kinder ebenso in den einzelnen Aufgaben und Spielen der Sitzungen begegnen. Die Hauptfigur namens Tika begleitet die Kinder in Form eines Stofftiers durch alle Sitzungen.

Sitzung 1:

Die erste Sitzung findet in einer Kleingruppe statt (bis zu vier Kinder, die in einem Block an der Studie teilnehmen). Nach einer kurzen Kennenlernphase wird den Kindern Tika (die Hauptfigur der Rahmengeschichte) vorgestellt und das erste Kapitel der Geschichte vorgelesen.
Die Kinder erfahren an dieser Stelle, warum sie die Fantasiesprache erlernen werden. Sie lernen die bunten Figuren der Geschichte kennen und erfahren in einem Brettspiel ihre Namen.

Hinweis 1: Zwischen Sitzung 1 und 2 wird mit dem Erwerb der Fantasiesprache eine Woche pausiert. Wir bitten die Eltern in dieser Zeit mit ihrem Kind die Namen der Figuren bis zur zweiten Sitzung zu lernen. Das entsprechende Übungsmaterial wird den Kindern von uns nach der ersten Sitzung mitgegeben.

Hinweis 2: Alle folgenden Sitzungen finden als Einzelsitzungen statt.

Sitzung 2-6:

In den Sitzungen 2-6 geht es darum, dass das Kind gemeinsam mit der Versuchsleiterin einige Sätze in der Fantasiesprache erlernt. Diese Sätze beinhalten jeweils einen Namen einer Figur sowie ein weiteres kurzes Fantasiewort. Die Aufgaben und Spiele sind so konzipiert, dass das Kind die Sprache über aufmerksames Zuhören und Nachsprechen der Sätze, Zuordnen von gesprochenen Sätzen und visuell dargestellten Bildern/Szenen sowie über das Produzieren von kurzen Sätzen erlernt. Es kommt keines Falls darauf an, dass ein Kind die Sätze perfekt auswendig lernt. Jedes Kind wird in seinen Versuchen die Fantasiesprache zu sprechen stets motiviert und gelobt. Wenn möglich werden innerhalb einer Sitzung jeweils zwei Spiele/Übungen durchgeführt.

Sitzung 7-8:

In den insgesamt vier Aufgaben der letzten beiden Sitzungen überprüfen wir, ob die Kinder Teile der Fantasiesprache erworben haben und ob sie intuitiv gelernte Strukturen auch auf neue Wörter der Fantasiesprache übertragen können. Dies geschieht ebenso über für das Kind bereits bekannte Spiele und Übungen. Am Ende der letzten Sitzung erhalten die Kinder als Dankeschön ein kleines Malbuch.

Audioaufnahmen:

Zur späteren Auswertung des Lernstandes werden während der Übungen Audioaufnahmen von den Äußerungen der Kinder gemacht. Die Audiodaten werden nach der Aufnahme verschriftet, sodass wir lediglich mit dem Schriftmaterial die Auswertungen der Studie vornehmen. Die Audiodaten werden nach dem verschriften wieder gelöscht. Die Namen der Kinder werden nicht in die Daten der Studie mit aufgenommen!

Ergebnisse

Nach Abschluss der Studie informieren wir Sie über die Ergebnisse. Dies kann allerdings einige Zeit dauern. Es werden keine individuellen Ergebnisse der Kinder, sondern lediglich Gesamtergebnisse der Studie bekannt gegeben.

Ethikkommission

Die gesamte Studie wird von der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft geprüft.
Die Studie beinhaltet keinerlei Risiken jenseits derer, denen sie auch im Alltag ausgesetzt sind. Die Spiele und Übungen entsprechen den Interessen und Fähigkeiten der Kinder. Das Lernen der Fantasiesprache hat keine Auswirkung auf den weiteren natürlichen Sprach- und Grammatikerwerb der Kinder.